
Billigangebote - auf Grafikhardware und Ausstattung achten
PCs für 200 bis knapp über 300 Euro sollte man mit Bedacht kaufen, dies rät die Redaktion des Computermagazins c’t.
Während die Prozessoren dieser Geräte häufig top sind, sparen die Hersteller die Kosten dann an der Grafikhardware wieder ein. Zusätzlich sollte der Billigrechner über einen digitalen Monitor-Ausgang verfügen, rät das Magazin in der aktuellen Ausgabe 17/09.
"Ohne einen digitalen HDMI- oder DVI-Ausgang für den Monitor ärgert man sich nach dem Kauf seines Rechners noch auf Jahre über eine matschig wirkende Anzeige oder Schattenbilder", warnt c't-Redakteur Thorsten Leemhuis. Dabei erhält man für circa 250 Euro schon recht leistungsstarke Hardware: Ein Dual-Core-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und ein DVD-Brenner sind Pflicht, doch weitere hochwertige Konfiguration sollte man nicht erwarten. Viele dieser PCs sind besonderslaut oder verbrauchen unnötig Strom. Einige Grafikkarten scheitern selbst bei Strategiespielen wie Anno 1404, von 3D-Spielen ganz zu schweigen. Aber man sollte auch prüfen, ob aktuelle Kompo-nenten der alten Anlage nicht weiterverwendet und eingegebaut werden können.
Beim Kauf sollte man dann auch exakt auf die tatsächliche Auflistung der Komponenten achten: Manche Anbieter stellen auf ihren Webseiten Bilder dar, die Anschlüsse zeigen, die der Rechner später gar nicht mitbringt. Eine zusätzlich Sparmöglichkeit ergibt sich, wenn man den happigen Aufpreis für Windows spart und statt dessen auf eine kostenlose Linux-Distribution zurückgreift.
Wer nicht mehr als rund 250 bis 300 Euro ausgeben möchte, aber Wert auf einen sparsamen, leisen Rechner legt und ab und zu auch einmal anspruchsvollere Spiele spielen möchte, muss schon selbst basteln. "Das erfordert allerdings einiges an Bastlergeschick und Know-how sowie ein wenig Glück, daß die Komponenten tatsächlich ordentlich zusammenarbeiten", so Thorsten Leemhuis. Die c't-Redaktion stellt exemplarisch dazu zwei Beispiele in der aktuellen Ausgabe vor.